Beiträge 2017/2018

Schülerzeitung Schlossgeist

Klassenfahrt der 7. Klassen nach Lübben

Schon bei der Abfahrt meinte es die Sonne gut mit uns. Denn nach weißen Ostern und bitterkalten Temperaturen Ende März versprachen die nächsten Tage eine deutliche Verbesserung.

Ein blendend weißer Bus der UBB fuhr vor, ein Doppeldecker. Für über 60 Schüler und 4 Lehrer genau das Richtige, nur das Gepäckfach erwies sich als ein wenig eng. Da hatten einige wohl doch eine zu große Tasche gepackt… Unsere Jungs packten beim Beladen kräftig mit an, und los ging es Richtung Süden. Die Fahrt war kurzweilig, es gab aufgeregtes Geschnatter im Bus, und pünktlich zur Mittagszeit kamen wir an der Jugendherberge Lübben an. Herrlich gelegen, direkt an der Spree – ob da wohl der eine oder andere unfreiwillig baden geht? Aber alle Bedenken erwiesen sich als unbegründet, außer nassen Füßen und Schuhen blieb alles andere trocken.

Gleich nach dem Mittagessen fuhr uns der Bus in den nahe gelegenen Kletterwald. Und dann hieß es: "Auf die Bäume, ihr A… Schüler!" Nach anfänglicher Skepsis eroberten die 7.-Klässler die unterschiedlichsten Kletterparcours, und so mancher staunte am Ende über sich selbst, welche Höhen er gemeistert hatte.

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Der Dienstag war der richtige spreewaldtypische Tag – die Kahnfahrt stand auf dem Programm. Als hätten wir das Wetter bestellt, lachte die Sonne vom Himmel, und so nahmen wir nach ca. 3 km Fußmarsch auf dem Deich, einem Spreearm folgend, in 3 Kähnen Platz. Für so manchen ging es mit dem Staken nicht schnell genug, aber auch Ruhe genießen kann man lernen. Wir haben sogar gemeinsam bewusst geschwiegen, um die Stille einmal bewusst aufzunehmen.

Da längst nicht alle Schleusen besetzt sind, fungierten einige unserer Schüler als Schleusenwärter, öffneten die Tore mittels großer Hebel und Muskelkraft, und als die Schleuse voll- oder leergelaufen war, sprangen unsere Schüler wieder an Bord. Nach einem Halt im Museumsdorf Lehde ging es wieder heimwärts, und auf dem Rückweg waren die Gesichter sonnengezeichnet und der Durst groß. In der Jugendherberge gab es dann eine Schlange vor dem Cola-Automat, und immer stand auch kalter Früchtetee zur Verfügung.

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Am Abend schlichen die ersten um die angelieferten Räder, denn am Mittwoch sollte ja die Radtour starten. 66 Fahrräder auf dem Hof – ein beeindruckender Anblick. Es dauerte am Mittwochmorgen auch gar nicht lange, da hatte jeder ein Rad gefunden. Während wir wegen des Verkehrs die Räder noch durch Lübben schoben, ging es dann an den Karpfenteichen entlang Richtung Norden. Was dem einen an Tempo zu langsam und an Pausen zuviel war, war dem anderen zu schnell und zu wenig… Aber der Halt in Schlepzig am Kahnplatz, wo für uns trotz laufender Bauarbeiten extra der Kiosk geöffnet wurde, damit der Hunger nach Eis, Cola und Pommes gestillt werden konnte, war ja auch nicht ganz verkehrt. Und wenn ein Rad einen "Plattfuß" hat, ist es mehr als günstig, einen versierten Experten fürs Fahradflicken dabeizuhaben. Unser Busfahrer hat sofort angepackt, einige der Jungs haben tatkräftig geholfen, und wir konnten weiterfahren. Leider hatte dasselbe Rad kurze Zeit später erneut einen Platten, da hatte der frisch eingezogene Schlauch schon wieder aufgegeben – da muss wohl irgendetwas im Mantel gesteckt haben.

Am Ende sind (fast) alle wohlbehalten an der Jugendherberge angekommen, und die Schürfwunden sind in 2 Wochen auch wieder verheilt…

Am Donnerstag brachte uns der Bus ins Tropical Islands, Europas größte tropische Urlaubswelt, für Wasserratten das reinste Paradies. An dieser Stelle ein großes Lob an unsere Schüler, denn alle – wirklich alle! – waren zu den festgelegten "Kontrollterminen" alle 90 min pünktlich da.

Unsere "Berliner", die mit dem Bus bis ins Zentrum gefahren waren, haben erst das Historische Museum besucht und dann noch die City unsicher gemacht und uns müden, aber sauberen "tropischen Urlauber" abgeholt. In der Jugendherberge angekommen, erwartete uns … Grillduft; leckere Steaks und Würstchen lagen schon auf dem Rost. Genau das Richtige nach dem Baden!

An dieser Stelle muss mal ein Wort zum Essen gesagt werden: Wer bei diesem Angebot am Buffet in der Jugendherberge morgens und abends nichts Passendes findet, dem ist nicht zu helfen. 6 bis 7 Salate am Abend, dazu natürlich Spreewaldgurken unterschiedlichster Art, 3 bis 4 Brotsorten, dazu immer auch noch etwas Warmes wie Bratkartoffeln, Chili con Carne oder Suppe; morgens Eier, Joghurt, Müsli, Cornflakes, verschiedenste Brötchen, Nutella, Honig, Wurst, Käse… Einfach toll!

Und wer dachte, dass unsere Schüler am Abend nach dem Besuch im Tropical Islands so richtig müde wären, der musste sich eines Besseren belehren lassen. Obwohl sie schleppend begann, hätte die Abschlussdisco (open air!) nach dem Geschmack vieler wohl noch länger dauern können. (Obwohl der DJ schon 45min überzogen hat!)

Und das mit dem Zimmer reinigen bekommen wir nächstes Mal auch besser hin… aber am Ende hat alles gepasst.

Am Ende bleiben hoffentlich schöne Erinnerungen. Wir freuen uns auf eine nächste gemeinsame Reise und können Lübben als Klassenfahrtsziel nur empfehlen.